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Internationale Standards zur Reanimation


Ausgehend von Amerika, haben sich weltweit engagierte Kardiologen und Anästhesisten zu Fragen der Reanimation verständigt. Sie alle verbindet das Ziel, die Überlebenschance insbesondere der Patienten zu erhöhen, die einen beobachteten Herzstillstand erleiden und denen mit sofort einsetzenden „lebensrettenden Maßnahmen“ geholfen werden kann.


Bei einer Überprüfung der weltweit unterschiedlichen Empfehlungen zur Reanimation wurde festgestellt, dass nur einem geringen Teil dieser Empfehlungen wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zugrunde liegen. In einem direkten Vergleich konnte daher nicht in jedem Fall entschieden werden, welche der Empfehlungen die bessere ist, wenn unterschiedliche Praktiken jeweils als Erfolg versprechend eingestuft wurden. In einem internationalen Arbeitskreis, dem International Liaison Committee on Resuscitation (ILCOR) wurde daher ein Konsens gesucht und erstmals im August 2000 so genannte "Guidelines 2000 for Cardiopulmonary Resuscitation ..." veröffentlicht. Sie stellen einen weltweiten "International Consensus on Science" dar.


Die Mitglieder haben sich darauf verständigt, jeweils alle fünf Jahre neue Empfehlungen nach aktuellem Erkenntnisstand herauszugeben.

Aktuell: Guidelines 2005, veröffentlicht am 28. November 2005

Konsens bedeutet "einvernehmliches Ergebnis“, welches durchaus von mehrheitlich vertretenen Meinungen geprägt sein kann. Mehrere Meinungen können daher richtig sein. Der Konsens bringt zunächst nur die aus Sicht des internationalen Arbeitskreises vorrangig auszusprechende Empfehlung zum Ausdruck.


Die im Amerikanischen als "Guidelines" titulierte Publikation ersetzt nicht automatisch die nationalen "Richtlinien". Vielmehr müssen die internationalen Empfehlungen in den einzelnen Nationen jeweils mit den bis dahin jeweils vorherrschenden Meinungen und Empfehlungen verglichen werden, bevor bekanntes Wissen und bewährte Praktiken ersetzt werden. Derartige Veränderungen lassen sich nicht schlagartig auf alle davon betroffenen Menschen übertragen und werden ohne nachvollziehbare Begründung nur schwer angenommen.


Gleiches gilt für die europäische Variante der internationalen Empfehlungen, die das European Resuscitation Council (ERC) mit Zusammenfassungen für einzelne Bereiche und Zielgruppen unter dem Titel "Resuscitation Guidelines 2000" veröffentlicht hat.


Die Unterschiede im Detail müssen mit den bisherigen Empfehlungen verglichen werden, bevor die nationalen Empfehlungen angepasst und teure Änderungen des Lehrmaterials eingeleitet werden.

Mitglieder von ILCOR:

-        European Resuscitation Council (ERC)

-        American Heart Association (AHA)

-        InterAmerican Heart Foundation (CLAR)

-        Heart and Stroke Foundation of Canada (HSFC)

-        Australian Resuscitation Council (ARC)

-        New Zealand Resuscitation Council (NZRC)

-        Resuscitation Council of Southern Africa (RCSA)

 
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